Den Küchenherd richtig reinigen: Das sollten Sie beachten
Ein Küchenofen steht für traditionelles Kochen und Backen: Das knackende Holz kreiert eine gemütliche Atmosphäre, die Küche wird angenehm geheizt und die praktische Nutzung macht einfach Spaß. Dabei sollte aber auch die richtige Pflege nicht zu kurz kommen. Vergessen Sie nicht, Küchenherd und Herdplatte regelmäßig zu reinigen. Durch den Einsatz unterschiedlicher Materialien werden teilweise verschiedene Hausmittel zur Reinigung benötigt, was den Vorgang erschweren kann. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Pflegehinweise, damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem Holzofen haben.
Inhalt
- Alter vs. neuer Küchenherd: Die wichtigsten Unterschiede im Überblick
- Herdplatte reinigen – So geht’s
- So reinigen Sie den Backofen Ihres Holzofens
- Nicht vergessen: Rauchabzug regelmäßig reinigen
- Brennkammer auskehren
- Rundum sauber: So reinigen Sie die Verkleidung Ihres Küchenofens
Alter vs. neuer Küchenherd: Die wichtigsten Unterschiede im Überblick
Je nach Baujahr kann sich ein alter Küchenherd von einem neuen Ofen unterscheiden. Informieren Sie sich vor der Reinigung darüber, welche Materialien für die Verkleidung, die Herdplatte und das Sichtfenster verwendet wurden. Dementsprechend unterschiedlich können die zu verwendeten Reinigungsmittel ausfallen. Hinweise zur Reinigung finden Sie außerdem häufig in der beiliegenden Gebrauchsanleitung.
Alten Küchenherd reinigen: Das müssen Sie beachten
Alte, traditionelle Küchenöfen sind bevorzugt aus robustem Stahl. Das Material ist unempfindlich gegenüber Kratzern und in der Regel leicht zu reinigen. Sollte es dennoch zu hartnäckigen Verschmutzungen kommen, lassen sich diese mit Schleifpapier oder feiner Stahlwolle lösen.
Für ein individuelles Design kann der Stahlkörper des Holzherdes emailliert sein. Hier ist Vorsicht geboten: Emaille ist empfindlicher als Stahl und sollte somit weder mit Schleifpapier oder Stahlwolle noch mit aggressiven Reinigern gesäubert werden. Nutzen Sie stattdessen einen weichen Schwamm mit etwas Seifenwasser, um die Beschichtung von Schmutz zu befreien.
Was Sie beachten müssen, wenn Sie Ihren neuen Küchenherd reinigen
Für neue Küchenöfen werden neben Stahl auch andere Materialien verwendet. Für die Herdplatte kann etwa Gusseisen oder Glaskeramik zum Einsatz kommen. Ist die Herdplatte des Holzofens lackiert, dürfen Sie diese unter keinen Umständen mit scharfen Putzmitteln reinigen. Sie zerstören den Lack und können den Herd im schlimmsten Fall unbrauchbar machen.

Für die Verkleidung des Holzofens wird am häufigsten Keramik, Naturstein, Edelstahl oder Guss verwendet. Bei neuen Öfen werden Backfach und Brennkammer häufig mit einem Glasfenster ausgestattet, um einen Blick auf das Feuer zu ermöglichen.
Herdplatte reinigen – so geht’s
Ist die Herdplatte Ihres Holzofens aus Stahl, Gusseisen oder Glaskeramik? Informieren Sie sich über das verwendete Material und beachten Sie unsere Hinweise zur Reinigung.
Herdplatte aus Stahl reinigen
Sowohl bei alten als auch bei neuen Küchenöfen kann die Herdplatte aus Stahl sein. Für die Reinigung eignet sich am besten herkömmliche Scheuermilch: Einfach ein wenig unverdünnte Flüssigkeit auf die Herdplatte geben und mit einem feuchten Tuch oder Schwamm einreiben. Kurz einwirken lassen, anschließend mit klarem Wasser abspülen und trocken wischen. Um weiteren Verschmutzungen vorzubeugen, können Sie die Herdplatte mit säurefreien Ölen oder speziellen Stahlplatten-Reinigern leicht einfetten.

Gut zu wissen: Eine Herdplatte aus Stahl lässt sich im warmen (nicht heißen) Zustand am besten reinigen.
Herdplatte aus Gusseisen reinigen
Rost und andere Verschmutzungen können die Leistung Ihrer Herdplatte aus Gusseisen stark beeinträchtigen. Um die Herdplatte langfristig zu schützen, fetten Sie diese regelmäßig mit einem neutralen und hitzebeständigen Öl ein.
Für die Reinigung der Gusseisenherdplatte eignen sich feines Schleifpapier oder auch feine Stahlwolle. Vorsicht: Emaillierte oder lackierte Bereiche sollten Sie damit keinesfalls berühren, da sonst weitere Kratzer entstehen. Grundsätzlich können Sie die Herdplatte aus Gusseisen mit den üblichen Reinigungsmitteln von Schmutz befreien.
Herdplatte aus Glaskeramik reinigen
Für die schnelle Reinigung zwischendurch säubern Sie die Glaskeramik-Herdplatte Ihres Holzofens mit handelsüblichen Glasreinigern. Bei hartnäckigen Verschmutzungen eignet sich Zitronensaft (frisch gepresst oder aus einer Flasche):
- Reiben Sie damit Flecken und Verkrustungen auf der Herdplatte ein.
- Lassen Sie die Fruchtsäure für 15 bis 30 Minuten einwirken.
- Wischen Sie die Herdplatte anschließend mit warmem Wasser sauber.
- Eingebranntes können Sie außerdem mit speziellen Schabern entfernen.
Tipp: Um hartnäckigen Verschmutzungen vorzubeugen, säubern Sie die Glaskeramik-Herdplatte Ihres Küchenofens nach jedem Kochen.
So reinigen Sie den Backofen Ihres Holzofens
Backöfen sind meist aus emaillierten oder lackierten Stahl oder Guss. Um diese nicht zu zerkratzen, sollten Sie auf scheuernde oder schleifende Hausmittel verzichten.
- Mischen Sie stattdessen Backpulver, etwas Essig und Wasser.
- Geben Sie die Paste auf ein Geschirrtuch.
- Reiben Sie damit den Backofen Ihres Küchenherdes ein.
- Lassen Sie das ganze einige Minuten einwirken.
- Waschen Sie das Ganze anschließend mit einem feuchten Schwamm ab.
- Zuletzt wischen Sie den Ofen trocken.
Alternativ können Sie zu handelsüblichen Backofenreinigern greifen, die auch starken Schmutz beseitigen.
Nicht vergessen: Rauchzug regelmäßig reinigen
Im Rauchzug setzen sich Ruß und Asche ab. Um eine volle Leistungsfähigkeit zu gewährleisten, muss der Rauchzug Ihres Holzofens regelmäßig gereinigt werden. Sie haben zwei Möglichkeiten, um an das Rauchrohr zu gelangen:
- Über die Reinigungsöffnung: Bei den meisten Holzofen-Modellen können Sie die Herdplatte abnehmen, wodurch Sie Zugang zum Ofenrohr haben. Den oberen Teil können Sie aussaugen bzw. auskehren.
- Ofenrohr abmontieren: Bei fehlender Reinigungsöffnung oder sehr starker Verschmutzung sollten Sie den Rauchzug Ihres Küchenofens abnehmen und gründlich mit einer Ofenrohrbürste reinigen.
Bei den meisten Holzöfen führt ein weiterer Rauchzug um die Backkammer herum. Dieser ist entweder über eine weitere Reinigungsöffnung oder über die Demontage des Holzofen-Bodens zu erreichen.
Brennkammer auskehren
Die Brennkammer sollten Sie regelmäßig – je nach Gebrauch alle drei Tage — reinigen, damit der Ofen gut brennt. Ablagerungen können Sie mit einem Aschestaubsauger, Kaminbesen oder Kehrblech entfernen. Ist die Brennraumauskleidung aus Schamotte, reinigen Sie diese vorsichtig mit einem kleinen Spachtel, damit die Steine nicht kaputtgehen. Das Plan- oder Rüttelrost können Sie ebenso gut abbürsten.

Hat Ihr Holzofen ein Sichtfenster?
Auch die Kaminscheibe vor der Brennkammer kann wegen starker Rußbildung schnell verschmutzen. Sie können auf Spezialreiniger zurückgreifen oder einfach die Asche aus der Brennkammer verwenden:
- Nehmen Sie ein feuchtes Tuch und tauchen dieses leicht in die Asche.
- Putzen Sie danach in kreisenden Bewegungen über das Sichtfenster.
- Anschließend mit klarem Wasser abwischen und mit einem sauberen Tuch trocken polieren.
Gut zu wissen: Rußflecken auf dem Sichtfenster entstehen durch das Heizen von nassem Holz. Um die Rußbildung so gering wie möglich zu halten, sollte das Brennholz einen Feuchtigkeitsgehalt von max. 18% nicht überschreiten.
Rundum sauber: So reinigen Sie die Verkleidung Ihres Küchenofens
Für die Verkleidung des Holzherdes kommen je nach verwendeten Material verschiedene Reinigungsmittel zum Einsatz.
- Ist die Verkleidung Ihres Küchenofens aus Keramik oder Emaille? Befeuchten Sie ein weiches Tuch mit etwas Seifenlauge und wischen Sie in kreisenden Bewegungen über die Verschmutzungen.
- Bei einer Verkleidung aus Stahl oder Gusseisen sollten Sie diese nur mit einem weichen Tuch reinigen. Befeuchten Sie das Tuch mit warmem Wasser.
- Ist die Verkleidung des Holzofens pulverbeschichtet, können Sie ebenso ein mit Seifenlauge befeuchtetes Tuch verwenden.
- Bei Naturstein ist die richtige Reinigung Ihres Küchenofens davon abhängig, ob er geschliffen oder ungeschliffen ist:
- ungeschliffener Naturstein: Verwenden Sie am besten Schleifpapier. Herkömmliche Tücher könnten Fussel bilden.
- geschliffener Naturstein: Die beste Wahl ist ein weiches Tuch mit etwas Seifenlauge.
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FAQ
Was muss ich beachten, wenn ich meinen Holzofen reinige?
Was sind die Unterschiede zwischen einem alten und neuen Holzofen?
Der Unterschied liegt vor allem in den verwendeten Materialien. Ein alter, traditioneller Küchenofen wurde meist aus robustem Stahl angefertigt. Möglich waren zudem Emaillierungen. Bei einem neuen Holzofen können mehrere Materialien verwendet werden: Während die Herdplatte aus Stahl, Gusseisen oder Glaskeramik besteht, ist die Verkleidung entweder aus Naturstein, Keramik, Stahl, Emaille oder Gusseisen. Genaue Hinweise sind in der beiliegenden Gebrauchsanleitung zu finden.


