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Weihnachtsbaum im Kamin verbrennen: Ist das erlaubt?

Der Tannenbaum darf in vielen Haushalten zu Weihnachten nicht fehlen – primär frisch dekoriert und festlich geschmückt schafft er eine schöne weihnachtliche Atmosphäre. Da er jedoch meist nach den Weihnachtstagen zu nadeln beginnt, kommen einige Kaminbesitzer auf die Idee, den Weihnachtsbaum ganz bequem direkt im Kamin zu verbrennen und das Problem so zu lösen. Doch ist das überhaupt erlaubt? In diesem Beitrag erklären wir im Detail, ob und wie Sie Ihren Weihnachtsbaum im Kamin verbrennen dürfen.

Kann der Weihnachtsbaum sofort nach Weihnachten verbrannt werden?

Viele Haushalte stellen ihren Weihnachtsbaum bereits einige Wochen vor Weihnachten im Haus auf. Direkt nach dem Kauf hat der Baum in der Regel eine Feuchtigkeit von etwa 80 Prozent – erst mit der Zeit verliert der Baum an Feuchtigkeit. Da feuchtes Brennholz nicht für den Betrieb eines Kaminofens geeignet ist, sollte der Tannenbaum erst nach einer gewissen Zeit verbrannt werden.

Gut zu wissen: Wer den Baum frühzeitig kauft und aufstellt, muss sich um die Verbrennung des Baums nach Weihnachten keine Sorgen machen.

Sollten Sie Ihren Weihnachtsbaum erst kurz vor Weihnachten gekauft haben, ist unter Umständen noch zu viel Feuchtigkeit vorhanden – warten Sie in diesem Fall ein paar Wochen ab und verbrennen Sie den Weihnachtsbaum, sobald er an Feuchtigkeit verloren hat. Eine Woche vor der Verbrennung empfehlen wir außerdem, den Baum nicht mehr zu gießen. So beschleunigen Sie den Trockenprozess und können den Baum eher im Ofen verheizen.

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Ein Kaminofen des Herstellers Morsoe

Darauf sollten Sie bei der Verbrennung achten

Aus rechtlicher Sicht gibt es für die Verbrennung im Kaminofen keine besonderen Grenzen – lediglich die Feuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle, die Sie dringend beachten sollten. Je nasser das Holz während der Verbrennung noch ist, desto höher ist die Restfeuchtigkeit und die damit verbundene Geruchs- und Rauchentwicklung vor Ort. Insofern Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie den Baum erst einmal 12 bis 24 Monate trocknen lassen – in dieser Zeit verliert der Baum ausreichend Feuchtigkeit.

Jedoch müssen Sie beachten, dass die Verbrennung des Weihnachtsbaums nur in geschlossenen Kaminöfen erlaubt ist. Dies liegt vor allem am Harz, das während der Verbrennung stark aus den Scheiten herausspritzen kann – was sich letztlich nur an der Scheibe Ihres Kaminofens bemerkbar macht, verziert ansonsten Ihre gesamte Einrichtung.

Wichtig: Fragen Sie beim Kauf des Weihnachtsbaums nach, ob es sich um unbehandeltes Holz handelt – nur in diesem Fall ist eine Verbrennung im Kaminofen zu empfehlen. Wurde der Weihnachtsbaum vor der Verbrennung im Kamin vorbehandelt, kann dies die Verbrennung im Ofen erheblich beeinträchtigen.

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So bereiten Sie den Weihnachtsbaum für die Verbrennung vor

Als allererstes müssen Sie Ihren Weihnachtsbaum von sämtlichem Baumschmuck und Deko befreien. Erst dann können Sie den Baum zu Brennholz verarbeiten: Trennen Sie den Stamm und die Äste voneinander und teilen Sie beide Komponenten in etwa gleich große Stücke – diese sollten größentechnisch für die Verbrennung im Kamin geeignet sein.

Tipp: Nutzen Sie für diesen Zweck am besten eine kleine Axt oder Säge.

Da der Stamm besonders feucht ist, sollten Sie diesen zunächst in mehrere handliche Stücke teilen. Dies beschleunigt den Trockenprozess, sodass die vorhandene Restfeuchte schneller entflieht. Die Äste und Zweige trocknen meist deutlich schneller und stellen somit ein geringeres Problem dar.

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Ein Kaminbausatz des Herstellers Austroflamm

Zweige langfristig zum Heizen nutzen

Wie bereits erwähnt, sind die Zweige Ihres Baumes deutlich früher trocken als der Stamm. Schon nach ein bis zwei Wochen lassen sich die Zweige ohne Bedenken im Kaminofen verbrennen – dies liegt vorwiegend an ihrer weichen und dünnen Struktur. Auf diese Weise lassen sich die Zweige etwa ideal als Anzündholz nutzen, um das restliche Feuer zu entfachen. Welches Brennmaterial Sie dann ergänzen, ist Ihnen selbst überlassen.

Achten Sie dabei darauf, dass Sie sich auf zulässige Brennstoffe fokussieren und dass die reibungslose Verbrennung im Vordergrund steht. Feuchtes Holz mit einer Restfeuchte von mehr als 20 Prozent gehört an dieser Stelle zu den verbotenen Brennstoffen – gleiches gilt für Holzpaletten oder behandeltes Holz. Beachten Sie diese Aspekte, steht der Verbrennung Ihres Weihnachtsbaums im eigenen Kaminofen nichts mehr im Weg.

Sichere Verbrennung mit dem richtigen Kaminofen

Wenn Sie alle Bestandteile Ihres Weihnachtsbaumes verbrennen wollen, kommt es auf einen guten Kaminofen an. In der Regel sollte sich dieser problemlos schließen lassen, damit sich das Harz nicht im gesamten Haus verteilt. Werfen Sie hierzu gerne einen Blick auf die bei uns erhältlichen Kaminöfen und wählen Sie das passende Modell aus. So können Sie Ihren Weihnachtsbaum sicher verbrennen und verfügen über den nötigen Komfort. Das passende Gerät und die nötige Trockenheit – nun kann Ihre Verbrennung losgehen.

FAQ

Welches Holz darf ich im Kaminofen verbrennen?

Holzstapel

Je nasser das Holz während der Verbrennung noch ist, desto höher ist die Restfeuchtigkeit und die damit verbundene Geruchs- und Rauchentwicklung vor Ort. Feuchtes Holz mit einer Restfeuchte von mehr als 20 Prozent gehört an dieser Stelle zu den verbotenen Brennstoffen – gleiches gilt für Holzpaletten oder behandeltes Holz.

Wieviel Feuchtigkeit steckt in einem Tannenbaum?

Kaminfeuer

Direkt nach dem Kauf hat der Baum in der Regel eine Feuchtigkeit von etwa 80 Prozent – erst mit der Zeit verliert der Baum an Feuchtigkeit.

Wie lange muss ein Tannenbaum lagern, bis er verbrannt werden kann?

Insofern Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie den Baum erst einmal 12 bis 24 Monate trocknen lassen – in dieser Zeit verliert der Baum ausreichend Feuchtigkeit. Die Zweige sind deutlich früher trocken als der Stamm. Schon nach ein bis zwei Wochen lassen sie sich ohne Bedenken im Kaminofen verbrennen – dies liegt vorwiegend an ihrer weichen und dünnen Struktur.