Kaminofen einbrennen – darauf sollten Sie achten
Wer einen neuen Kaminofen kauft, möchte am liebsten noch am selben Abend die lodernden Flammen genießen. Doch daraus wird nichts. Bevor Sie mit dem Betrieb beginnen können, müssen die Öfen zunächst eingebrannt werden. Doch warum ist eine solche Maßnahme überhaupt erforderlich und was sollten Sie beim Einbrennen beachten?
In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die wichtigsten Details vor und zeigen Ihnen, wie das Einbrennen am besten funktioniert.

Aus diesem Grund muss der Kamin eingebrannt werden
Bei der Lackierung des Ofens ist häufig von Einbrennlack die Rede. Dies geht darauf zurück, dass der Lack zunächst in den Ofen eingebrannt werden muss. Erst durch das anschließende Abkühlen härtet er aus, was eine reibungslose Verwendung des Kaminofens ermöglicht.
Gut zu wissen: Während des Einbrennens werden alle verbauten Materialien wie etwa die Isolation im Detail getestet.
Sollte es zu Auffälligkeiten kommen, lassen sich diese rechtzeitig erkennen und außerhalb des klassischen Brennbetriebs beheben. Doch nicht jedes Geräusch stellt hierbei eine Gefahr dar. Häufig knackt und knistert der Ofen während des Einbrennens leicht, was jedoch unbedenklich ist.
Die richtige Vorbereitung für das Einbrennen des Kamins
Bevor Sie sich für einen neuen Kaminofen entscheiden, sollten wichtige Fragen zur Standfläche, zu den Anschlussmöglichkeiten und zu den Feuerschutzmaßnahmen vorab geklärt sein. Dies erfolgt in der Regel durch Ihren Schornsteinfeger. In den meisten Fällen ist eine Beratung kostenlos und garantiert, dass Sie nach dem Kauf keinen ungeeigneten Kaminofen im Wohnzimmer stehen haben.
Tipp: Je mehr technische Details Sie zu Ihrem neuen Gerät kennen, desto besser werden Sie auch auf mögliche Fehler reagieren können.

So brennen Sie Ihren Kaminofen ein
Sobald Sie Ihren brandneuen Kaminofen in Empfang genommen haben, können Sie ihn einbrennen lassen. Auch hierbei empfiehlt sich vorab eine kurze Abnahme durch den Schornsteinfeger. Die folgenden Schritte ermöglichen ein schnelles Einbrennen:
- Achten Sie auf alle Mindestabstände zu brennbaren Materialien.
- Nutzen Sie für brennbare Böden eine sichere Bodenplatte.
- Öffnen Sie die Drosselklappe und den Luftregler, falls vorhanden.
- Verwenden Sie für das Einbrennen ausschließlich Weichholz.
- Feuern Sie den Kaminofen an und reduzieren Sie die Luftzufuhr nach einer Weile wieder.
- Verriegeln Sie die Tür nicht, sondern lehnen Sie diese an.
- Berühren Sie den bisher nicht eingebrannten Lack auf keinen Fall.
Mit zusätzlichen Holzscheiten können Sie das Einbrennen auf Wunsch etwas beschleunigen. Vor allem während des ersten Betriebs sollten Sie das Feuer nie aus dem Blick verlieren. Betrachten Sie das Einbrennen am besten als eine Art Generalprobe, durch die sich das neue Gerät zunächst beweisen muss. Sollte Ihr Ofen über Backfachkacheln verfügen, entfernen Sie diese immer vorab.
Wie lange sollten Sie Ihren Kaminofen einbrennen?
Grundsätzlich sollte das Einbrennen so lange dauern, bis der vorhandene Brennstoff vollständig verbraucht wurde. Experten raten rund drei Kilogramm Brennholz, um dem Kaminofen die nötige Eingewöhnungszeit zu bieten. Sollten Sie sich für mehrere Brenndurchgänge entscheiden, dürfen sowohl die Verbrennungstemperatur als auch die Brennstoffmenge mit der Zeit weiter abnehmen.
Um schnellstmöglich auf etwaige Probleme zu reagieren, ist eine ständige Beobachtung des Feuers notwendig. So erkennen Sie, wenn sich merkwürdige Gerüche bilden oder dass die Verbrennung nicht vollständig funktioniert. Falls Sie weitere individuelle Fragen zu Ihren Kaminöfen haben sollten, klären Sie diese mit dem Schornsteinfeger im Voraus. So wissen Sie bei jedem Kaminofen, wie ein reibungsloses Einbrennen am besten funktioniert.
Warum stinkt der Kaminofen direkt nach dem Einbrennen?
Der Gestank lässt sich in der Regel auf den Lack zurückführen. Da dieser vor dem Einbrennen noch nicht fest ist, entstehen lästige Gerüche. Außerdem kann es zu starker Qualmbildung kommen. Nachdem der Kaminofen jedoch ausgekühlt wurde, sind keine ungewöhnlichen Gerüche mehr zu vernehmen. Während des Einbrennens ist daher auf eine ausreichende Luftzufuhr zu achten. Leiten Sie die dabei entstehenden Gerüche am besten direkt ins Freie ab, um sich keine Atembeschwerden einzufangen.
Gut zu wissen: Über das Knacken und Knistern, welches währenddessen zu hören ist, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Die Geräusche entstehen durch die Ausdehnung der Stahlhaut während des Einbrennens und ziehen sich beim Abkühlen dann wieder zusammen. Diese Geräusche vergehen meist auch nach längerer Zeit nicht, da die Hitze genügend Energie hat, um den Kaminofen auszudehnen.

Muss der Kaminofen erneut eingebrannt werden?
In der Regel reicht das einmalige Einbrennen des neuen Kaminofens vollkommen aus. Wichtig ist jedoch, dass der Ofen anschließend mindestens drei Stunden abkühlt. Erst danach sollten Sie den Kaminofen erneut aktivieren, da der Lack während des Auskühlens noch erhärtet. Dennoch empfehlen viele Hersteller mehrere Durchgänge, um dem Lack endgültig zu festigen. Sollte Ihnen die optimale Vorbereitung wichtig sein, wiederholen Sie das Einbrennen mehrfach. Seine Funktionsfähigkeit erreicht der neue Kaminofen jedoch auch nach der ersten Anwendung bereits.
Feuer-Fuchs-Überblick
Mit diesen Tipps brennen Sie Ihren Kaminofen sicher ein.
- Kontrollen sämtlicher Bauteile sind vor dem Erstbetrieb entscheidend.
- Verwenden Sie zum Einbrennen ausschließlich trockene Brennstoffe.
- Kleinere Knister- und Knackgeräusche stellen kein Problem dar.
- Achten Sie darauf, dass eine Belüftung durchgehend möglich ist.
- Lassen Sie das Feuer nie aus den Augen.
Mit den passenden Geräten haben Sie es leicht, Ihren Kamin sicher und wirkungsvoll einbrennen zu lassen.
Warum muss man den Kaminofen einbrennen?
Bei der Lackierung des Ofens ist häufig von Einbrennlack die Rede. Dies geht darauf zurück, dass der Lack zunächst in den Ofen eingebrannt werden muss. Erst durch das anschließende Abkühlen härtet er aus, was eine reibungslose Verwendung des Kaminofens ermöglicht. Während des Einbrennens werden alle verbauten Materialien wie etwa die Isolation im Detail getestet.
Wie lange sollte der Prozess des Einbrennens vom Kaminofen dauern?
Grundsätzlich sollte das Einbrennen so lange dauern, bis der vorhandene Brennstoff vollständig verbraucht wurde. Experten raten rund drei Kilogramm Brennholz, um dem Kaminofen die nötige Eingewöhnungszeit zu bieten. Sollten Sie sich für mehrere Brenndurchgänge entscheiden, dürfen sowohl die Verbrennungstemperatur als auch die Brennstoffmenge mit der Zeit weiter abnehmen.
Der Kaminofen stinkt beim Einbrennen unangenehm – ist das normal?
Der Gestank lässt sich in der Regel auf den Lack zurückführen. Da dieser vor dem Einbrennen noch nicht fest ist, entstehen lästige Gerüche. Außerdem kann es zu starker Qualmbildung kommen. Nachdem der Kaminofen jedoch ausgekühlt wurde, sind keine ungewöhnlichen Gerüche mehr zu vernehmen. Während des Einbrennens ist daher auf eine ausreichende Luftzufuhr zu achten. Leiten Sie die dabei entstehenden Gerüche am besten direkt ins Freie ab, um sich keine Atembeschwerden einzufangen.


