Kaminöfen in der Gaskrise als Mangelware: Das müssen Sie wissen
Gas und Energie sind in Zeiten wie diesen knapp – das ist kein Geheimnis. Um unabhängig von diesen Ressourcen zu heizen, muss für viele Privathaushalte eine andere, sichere Lösung her. Da kommt der Kaminofen wie gerufen. Wer sich jetzt einen Kaminofen anschaffen möchte, muss sich auf teilweise sehr lange Wartezeiten gefasst machen. Wir erklären Ihnen, wie es dazu kommen konnte, dass Kaminöfen als Mangelware gelten und geben Ihnen Tipps, wie Sie dennoch einen Kaminofen rechtzeitig installieren können.
Inhalt
- Einfach erklärt: Gründe für Kaminofen-Mangel
- Rohstoffmangel
- Brennholz als Mangelware
- Problematische Verhältnisse bei Versand und Umschlagplätzen
- Verändertes Kaufverhalten
- Personalausfälle
- Ukraine-Krieg
- Was Sie als Käufer beachten sollten
- Sichern Sie sich einen Kaminofen aus unserem umfangreichen Lagerbestand!
Einfach erklärt: Gründe für Kaminofen-Mangel
Ob als Notfallplan oder als alleinige Heizquelle – der Kaminofen ist besonders in Krisenzeiten eine sinnvolle Anschaffung. Die Vorteile sind eindeutig:
- unabhängig von Gas oder Öl heizen
- kostengünstig mit Feuerholz heizen
- im Notfall mit dem Kaminofen kochen und backen
- gemütliche Raumatmosphäre
Ein kaltes Zuhause im Winter wegen ausfallenden Heizungen wollen viele vermeiden – die Folge: Wartezeiten für Kaminöfen schießen genauso in die Höhe wie Gas- und Ölpreise. Vor Ende des Winters ist es kaum noch möglich, sich mit einem Kaminofen abzusichern. Doch das gilt nicht nur für Deutschland: In ganz Europa ist der Mangel an Kaminöfen zu beobachten.
Wie auch in anderen Handwerksberufen klagen Ofenbauer über Lieferprobleme, was den Abschluss von Aufträgen immer weiter nach hinten verschiebt. Doch wie kommt es zu diesen Verzögerungen?
1. Rohstoffmangel
Von Erdöl, Holz und Stahl über Kunststoffe und Aluminium bis zu Nickel und Silizium – die Liste an Mängeln ist lang. Die großen Engpässe bei einer Vielzahl an Rohstoffen für Industriegüter machen vielen Herstellern zu schaffen. Die dringend benötigten Vorprodukte zum Herstellen der Ware können nicht geliefert werden und so verschieben sich Aufträge immer weiter nach hinten.
In der Praxis bedeutet das: Auch, wenn Ihr neuer Kaminofen beim Hersteller schon bereitsteht, kann dieser in manchen Fällen nicht fertiggestellt werden, weil Dichtungen, Keramiken oder andere Vorprodukte fehlen.
Brennholz als Mangelware
Je mehr Haushalte einen Kamin anschaffen, desto knapper werden auch die Holzvorräte. Dabei gilt Holz allgemein nicht als Mangelware, sondern speziell das Brennholz. Denn damit ein Kaminofen mit Holz beheizt werden kann, muss das Brennholz ausreichend getrocknet sein. Das Trocknen an der Luft dauert zwei Jahre und beansprucht große Lagerflächen. Viele Händler trocknen das Kaminholz technisch mit Luftgebläsen, doch auch diese Kapazitäten sind begrenzt.
2. Problematische Verhältnisse bei Versand und Umschlagplätzen
Von den Einschränkungen während der Corona-Pandemie sind auch Häfen und Warenumschlagsplätze betroffen. Wichtige und große Frachthäfen in China wurden teilweise oder komplett geschlossen. Tagelang mussten Frachter auf das Verladen der Ware warten – Staus und verzögerte Lieferketten sind dabei unvermeidbar. Hinzu kommen Produkte, die in der Zwischenzeit bestellt wurden. Es entsteht ein Teufelskreis aus Warteschleifen und Verzögerungen.
Von den Einschränkungen während der Corona-Pandemie sind auch Häfen und Warenumschlagsplätze betroffen. Wichtige und große Frachthäfen in China wurden teilweise oder komplett geschlossen. Tagelang mussten Frachter auf das Verladen der Ware warten – Staus und verzögerte Lieferketten sind dabei unvermeidbar. Hinzu kommen Produkte, die in der Zwischenzeit bestellt wurden. Es entsteht ein Teufelskreis aus Warteschleifen und Verzögerungen.

3. Verändertes Kaufverhalten
Während der Pandemie veränderte sich auch das Kaufverhalten. Durch die pandemiebedingten Maßnahmen verbrachten viele Menschen mehr Zeit zu Hause – sie investieren also mehr Geld ins Eigenheim, tätigen mehr Online-Käufe und gestalten ihre vier Wände um. Die Folge: Die Nachfrage nach Holz, elektronischen Geräten und Haushaltswaren steigt. Dadurch werden Rohstoffe noch knapper und die problematische Liefersituation verschärft sich.
4. Personalausfälle
Endlich trifft die verspätete Ware ein – dennoch kommt es zu weiteren Verzögerungen. Grund dafür ist der allgemein herrschende Fachkräftemangel. Hinzu kommt, dass viel Personal wegen Corona-Erkrankungen ausfällt. Daher verzögert sich auch die Herstellung von Ofenteilen in Deutschland, wie die Schamotte, ein feuerfester Stein für den Feuerraum des Ofens. Fehlt Personal, pausiert die Holzofen-Produktion.
Gut zu wissen: In Deutschland gibt es ca. 2000 Ofenbaubetriebe.
5. Ukraine-Krieg
In nahezu jeder Wirtschaftsbranche sind die Folgen des russischen Krieges in der Ukraine zu spüren. So auch in der Handwerker- und Industriebranche. Lieferengpässe für Baumaterialien und Stahl verschärfen sich weiter und sorgen für stark eingegrenzte Angebote. Hinzu kommen daher steigende Preise für Gas und Heizöl. Die Auswirkungen des Krieges auf die deutsche Wärmeversorgung sind noch nicht vollumfänglich abzusehen. Viele fragen sich, ob die Heizung im Winter kalt bleibt. Die Folge: die Nachfrage nach Holzöfen explodiert und Ofenhersteller und -verkäufer können sich vor Anfragen kaum mehr retten.
Was Sie als Käufer beachten sollten

- Sie finden neben jedem Produkt in unserem Online-Shop eine Angabe dazu, mit welchen Lieferzeiten Sie rechnen müssen. Oft wird diese Lieferzeit vom Hersteller festgelegt. Der Verkäufer kann das Datum nicht beeinflussen oder verändern. Für die Ofenbauer ist es jedoch schwer, aufgrund des Rohstoffmangels und der hohen Nachfrage sowie Auslastung ein verbindliches Lieferdatum zu nennen. Sobald die entsprechende Ware durch den Hersteller geliefert wurde, kümmern wir uns selbstverständlich schnellstmöglich um den Versand zu Ihnen nach Hause.
- In unserem Shop bieten wir Ihnen weiterhin Lagerware an. Diese befindet sich vorrätig in unserem Lager und wird in der Regel am nächsten Werktag der Spedition übergeben. Wenn Sie sich für einen Kamin aus unseren Lagerbeständen entscheiden, erhalten Sie Ihre Bestellung innerhalb des angegebenen Lieferzeitraums.
- Bitte beachten Sie, dass Lieferverzögerungen dennoch den gesamten Markt betreffen.
- Auch wir als Fachmarkt für Kaminöfen sind von den steigenden Preisen betroffen. So steigen zum Beispiel Transportkosten und Rohstoffpreise für uns. Dies liegt außerhalb unseres Einflussbereichs, daher müssen Sie auch bei uns mit Preiserhöhungen rechnen. Wenn Sie sich für einen Ofen interessieren, empfehlen wir Ihnen: Zögern Sie nicht zu lange mit Ihrer Bestellung, um von weiter steigenden Preisen verschont zu bleiben.
Tipp: Wenn ein Händler in seinem Shop eine Lieferzeit von mindestens 14 Tagen angibt, können Sie grundsätzlich davon ausgehen, dass die betreffende Ware nicht vorrätig im Lager verfügbar ist. In diesem Fall muss die Ware erst vom Hersteller geliefert werden.
Sichern Sie sich einen Kaminofen aus unserem Lagerbestand!
Auch wir sind von den Folgen des Ukraine-Kriegs und der Corona-Pandemie betroffen. Wir tun unser Bestes, damit Sie frühestmöglich Ihr Zuhause mit einem Holzkamin heizen können. Damit Sie im Winter sicher heizen können, schauen Sie bei unseren Lagerbeständen mit garantiertem Lieferdatum vorbei.
Wir bitten um Verständnis, wenn es mal länger dauert. Das Team arbeitet auf Hochtouren, damit alle Anfragen und Bedürfnisse schnellstmöglich bearbeitet werden.
FAQ
Wie erhält man trotz Lieferschwierigkeiten einen Kaminofen?
Achten Sie beim Kauf Ihres Kamins auf die angegebene Lieferzeit. Wenn ein Händler in seinem Shop eine Lieferzeit von mindestens 14 Tagen angibt, können Sie grundsätzlich davon ausgehen, dass die betreffende Ware nicht vorrätig im Lager verfügbar ist. Wenn Sie einen Kamin aus dem Lagerbestand bestellen, wird dieser zeitnah der Spedition übergeben.
Warum gilt der Kaminofen als Mangelware?
Der Kaminofen ist in Krisenzeiten eine sinnvolle Anschaffung, da Sie so unabhängig von Gas oder Öl und stattdessen mit kostengünstigem Feuerholz heizen. Im Notfall können Sie mit einem Kaminofen auch kochen und backen. Wegen der Gas- und Öl-Krise sichern sich daher viele Haushalte mit einem Kaminofen ab. Die Produktion und Lieferung der Kamine verzögert sich jedoch aufgrund des Rohstoff- und Personalmangels, der Corona-Pandemie sowie des Ukraine-Krieges.
Warum gilt Brennholz als Mangelware?
Je mehr Haushalte einen Kamin anschaffen, desto knapper werden auch die Holzvorräte. Damit ein Kaminofen mit Holz beheizt werden kann, muss das Brennholz ausreichend getrocknet sein. Das Trocknen an der Luft dauert zwei Jahre und beansprucht große Lagerflächen. Viele Händler trocknen das Kaminholz technisch mit Luftgebläsen, doch auch diese Kapazitäten sind begrenzt.


